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WAS WAR - WAS IST - WAS WÄRE WENN
Dienstag, 05.07.2011 20 Uhr
KAFIC, Café der GfzK Leipzig zu Gast: Andres Veiel, Berlin |
Dokumentarfilm, Fiktion, Theater - Divergenzen und Gemeinsamkeitenzu Gast: Andres Veiel (Berlin)Moderation: Carsten Möller Zehn Jahre sind seither vergangen. Veiel realisierte in dieser Zeit drei Filme, die unterschiedlicher kaum sein könnten - sie laden ein dazu, die Arbeitsweise des Regisseurs genauer zu betrachten: Die Spielwütigen ist eine dokumentarische Langzeitbeobachtung. In Der Kick wurde das akribisch recherchierte Material zum gewaltsamen Tod von Marinus Schöberl im Brandenburger Potzlow zu einem reduzierten Dokumentartheaterstück verdichtet (und im Nachgang als Film adaptiert). Mit Wer wenn nicht wir schließlich debütierte er auf der diesjährigen Berlinale mit seinem ersten Spielfilm. Befragen Theater, Dokumentar- und Spielfilm ihre Themen auf unterschiedliche Weise? Oder ist "Wer wenn nicht wir" am Ende die Fortsetzung des Dokumentarfilms mit anderen Mitteln? "Was ist?" und "Was wäre wenn?" - auf diese Grundfragen brach der Berliner Regisseur Ulrich Köhler ("Schlafkrankheit") einmal die Unterschiedlichkeit des dokumentarischen und fiktionalen Arbeitsansatzes herunter. "Was war?" möchte man in Hinblick auf Andres Veiels wichtigste Filme ergänzen. Denn verbindendes Element von "Die Überlebenden", "Black Box BRD", "Der Kick" und "Wer wenn nicht wir" ist, dass sie Vergangenheit emotional verdichtet ins Hier und Jetzt bringen. Wie kann man auf Augenhöhe kommen mit dem, was nicht mehr greifbar ist? In Erinnerungsräumen, in denen Rekonstruktion und Fiktionalisierung verschwimmen? Darüber möchten wir sprechen mit Andres Veiel. |